Für Autofahrten mit kostbarer Fracht: Die besten Kindersitze laut Stiftung Warentest (2024)

Ob Babyschale oder mitwachsender Kindersitz: Gut und sicher muss nicht teuer sein

|Von:Mareike Leister, Sarah Imhof

Inhalt auf Basis der Testergebnisse der Stiftung Warentest. Mehr Infos.

Für Autofahrten mit kostbarer Fracht: Die besten Kindersitze laut Stiftung Warentest (1)

Ein Autokindersitz ist bis zu einer gewissen Körpergröße des Kindes gesetzlich vorgeschrieben und sorgt für eine komfortable sowie sichere Fahrt. Er schützt die kleinen Passagiere vor Verletzungen durch den Sicherheitsgurt oder bei abruptem Bremsen. Die Kosten für einen guten Kindersitz können zwischen weniger als 100 Euro und mehr als 500 Euro variieren. Die Stiftung Warentest testete im Juni 2024 insgesamt 24 Kindersitz-Modelle für Neugeborene, Kleinkinder und Kinder bis zu einer Körpergröße von 150 cm. Bei den Ergebnissen listete die Verbraucherorganisation nicht nur die diesjährigen Testkandidaten auf, sondern auch lieferbare Modelle aus ihren Vortests ab Dezember 2022. Testsieger in der Kategorie "Babyschalen" ist die Bugaboo Turtle Air by Nuna + Turtle Air by Nuna Isofix Flügelbasis für rund 250 Euro. Die Testsieger der anderen Kategorien und alles Weitere finden Sie im Beitrag.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Vergleichstabelle: Die besten Kindersitze laut Stiftung Warentest
  2. Testsieger Babyschale: Bugaboo Turtle Air by Nuna + Turtle Air by Nuna Isofix Flügelbasis
  3. Preistipp Babyschale: Joie i-Snug 2
  4. Top für Babys und Kleinkinder: Joie i-Harbour + i-Base Encore
  5. Empfehlung für Kinder bis 7 Jahre: Cybex Anoris T i-Size
  6. Testsieger Kinder bis 12 Jahre: Cybex Solution G i-Fix
  7. So testet Stiftung Warentest Kindersitze
  8. Worauf Sie beim Kauf eines Kindersitzes achten sollten

Kindersitz-Test: Die besten Autokindersitze bei Stiftung Warentest

Seit 1993 sind Kindersitze beim Autofahren Pflicht–seitdem reduzierte sich auch die Zahl der Todesfälle von Kindern bei Autoumfällen signifikant und die Qualität der Sitze bessert sich stetig. Wichtig ist jedoch, dass die Größe passt: Für Säuglinge ist eine Babyschale die richtige Wahl, danach gibt es spezielle Kindersitze für Kleinkinder, und die größten Kindersitze bieten sogar noch Grundschulkindern genügend Platz. Einige Hersteller kombinieren die Größen auch zu mitwachsenden Kindersitzen.

Die aktuellen von uns redaktionell ausgewählten Empfehlungen der Stiftung Warentest präsentieren wir Ihnen im Folgenden.

Den kompletten Test lesen Sie kostenpflichtig auf der Website der Stiftung Warentest.

Das lesen Sie in diesem Artikel: Die Top-Empfehlungen von Stiftung Warentest sehen Sie in einer Übersicht pro Gewichtsklasse, daraufhin stellen wir Ihnen die Kindersitze detailliert vor. Im Anschluss geben wir eine Preis-Leistungs-Einschätzung, erklären das Testverfahren und versorgen Sie mit hilfreichen Informationen zu den Kindersitzen. Im Beratungsteil erfahren Sie alles Weitere zum Kauf und bekommen nützliche Tipps.

Im aktuellen Test: Die besten Babyschalen und Kindersitze für größere Kids

Testsieger

Preistipp

Babys und Kleinkinder

Kinder bis ca. 7 Jahre

Kinder bis ca. 12 Jahre

Produkt

Produkt

Bugaboo Turtle Air by Nuna + Turtle Air by Nuna Isofix Flügelbasis

Joie i-Snug 2

*Joie Signature i-Harbour Kindersitz mit i-Base Encore Basis

*Cybex Anoris T i-Size

Cybex Solution G i-Fix

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Für Autofahrten mit kostbarer Fracht: Die besten Kindersitze laut Stiftung Warentest (6)
Für Autofahrten mit kostbarer Fracht: Die besten Kindersitze laut Stiftung Warentest (7)
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Gesamtwertung

Gesamtwertung

"gut" (1,6)

"gut" (2,0)

"gut" (2,0)

"sehr gut" (1,5)

"gut" (1,7)

Vorteile
Mit Isofix-Basis
Einfache Bedienung
Sehr leicht
Sehr sicher bei Unfällen
Nachteile
Braucht viel Platz
Schadstoffe im Bezug
Vorteile
Sehr sicher bei Frontal- und Seitencrashs
Platzsparend und bequem fürs Baby
Wenig Schadstoffe enthalten
Nachteile
Kopfstütze etwas eng für große Babys
Isofix nur mit optionaler Basis
Vorteile
Wenige Schadstoffe enthalten
360-Grad-Funktion
Einfache Handhabung
Isofix-Basis
Nachteile
Relativ schwer
Gurte etwas zu locker
Vorteile
Einfache Bedienung
Hohe Sicherheit durch eingebauten Airbag
Kaum Schadstoffe enthalten
Nachteile
Teuer
Durch Fangkörper nicht für jedes Kind geeignet
Relativ schwer
Vorteile
Einfaches Anschallen des Kindes
Gute Sicherheit bei Front- und Seitencrashs
Fast keine Schadstoffe enthalten
Sehr gute Verarbeitung
Nachteile
Keine Stützfüße
Nimmt viel Platz ein

Testjahr

Testjahr

2024

2023

2024

2022

2024

Körpergröße Kind

Körpergröße Kind

ca. 40 bis 83 cm

ca. 40 bis 75 cm

ca. 40 bis 105 cm

ca. 76 bis 115 cm

ca. 100 bis 150 cm

Befestigung

Befestigung

Isofix und Stützfuß

Autogurt

Isofix und Stützfuß

Isofix und Stützfuß

Autogurt / Isofix

Anschnallen des Kindes per

Anschnallen des Kindes per

Hosenträgergurt

Hosenträgergurt

Hosenträgergurt

Fangkörper

Autogurt

Kind sitzt

Kind sitzt

rückwärts

rückwärts

rückwärts / vorwärts / in Ruheposition

vorwärts / in Ruheposition

vorwärts / in Ruheposition

Beliebtester Shop

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ab 550 €

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Preisvergleich Preisvergleich Preisvergleich

Stiftung Warentest | *Da die Testsieger der jeweiligen Kategorien nicht mehr verfügbar waren, haben wir sie entweder durch das nächstbessere, verfügbare Produkt ersetzt oder den Vorjahressieger genommen

Testsieger Babyschale: Bugaboo Turtle Air by Nuna + Turtle Air by Nuna Isofix Flügelbasis

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Babyschale mit Isofix: Bugaboo Turtle Air by Nuna + Turtle Air by Nuna Isofix Flügelbasis

Die Bugaboo Turtle Air by Nuna + Turtle Air by Nuna Isofix Flügelbasis eignet sich für Kinder ab 40 bis 83 cm. Die Babyschale ist durch ihre Isofix-Basis sicher und zudem sehr leicht. Allerdings wurde der Bezug positiv auf Schadstoffe getestet.

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Beliebter Shop

250 €

(baby&family)

Günstiger Shop

249 €

(Babypark)

Zum Preisvergleich BestCheck

Vorteile

Sehr gute Unfallsicherheit

Einfache Bedienung

Sehr leicht

Nachteile

Etwas groß

Schadstoffe im Bezug

Die Babyschale Bugaboo Turtle Air by Nuna + Turtle Air by Nuna Isofix Flügelbasis geht im Test mit der Schulnote „gut“ (1,6) als Testsieger hervor, und das nicht ohne Grund: Die Schale ist dank ihrer Isofix-Basis äußerst unfallsicher und leicht zu handhaben. Außerdem wiegt sie nur 3,3 Kilogramm – das erleichtert den Transport vom und zum Auto. Ansonsten ist sie insbesondere bei Frontalcrashs außerordentlich sicher – bei Seitencrashs schneidet sie auch noch gut ab. Ein Stützfuß sorgt für zusätzliche Stabilität.

Die Babyschale ist für Babys mit einer Körpergröße von 40 bis 83 Zentimeter geeignet und wird mittels einer Isofix-Basis am Auto befestigt. Der Hosenträgergurt sitzt gut und gibt dem Baby ausreichend Halt. Nicht gefallen hat den Verbraucherschützern, dass die Babyschale von Nuna zusammen mit der Basisstation ziemlich voluminös ist und viel Raum einnimmt – da bleibt weniger Platz fürs Kind. Außerdem konnten im Bezug Schadstoffe nachgewiesen werden.

Preistipp Babyschale: Joie i-Snug 2

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Günstig und sicher: Joie i-Snug 2

Die Babyschale Joie i-Snug 2 überzeugt als Preis-Leistungs-Sieger. Obwohl die Schale nur mit dem Autogurt befestigt wird, schützt sie dennoch sehr gut bei Frontal- und Seitencrashs. Gleichzeitig enthält sie keinerlei Schadstoffe. Die Schale ist für Kinder von 40 bis 75 cm geeignet.

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Beliebter Shop

115 €

(Babypark)

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115 €

(Babypark)

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Vorteile

Sehr sicher bei Frontal- und Seitencrashs

Günstig

Platzsparend und bequem fürs Baby

Beim Kauf in Kombination mit einer i-Base Advance auch mit Isofix-Basis

Nachteile

Mehr Sorgfalt beim Einbau nötig

Kopfstütze etwas eng für große Babys

Die Babyschale Joie i-Snug 2 überzeugt bei Stiftung Warentest nicht nur mit guten Testergebnissen, sondern sie ist mit ihrem attraktiven Preis auch noch ein echter Preistipp. Mit einem Gewicht von 3,3 kg ist sie zudem ziemlich leicht, weshalb sie auch als Trage eingesetzt werden kann. Dennoch bietet sie einen wirksamen Unfallschutz mit einer sehr guten Bewertung bei Frontal- und Seitencrashs.

Wer sich mit dem Preistipp begnügt, sollte wie bei allen Autositzen ohne Isofix den Gurt um die Babyschale besonders straff ziehen und nochmals überprüfen, ob die Schale möglichst wackelfrei befestigt ist. Übrigens kann Isofix auch nachgerüstet werden: Die i-Base advance des Herstellers ist kompatibel und stattet die Babyschale zusätzlich mit einer 360-Grad-Drehfunktion für mehr Komfort aus.

Laut Anbieter ist die Schale für Neugeborene von 40 bis 75 cm geeignet, allerdings könnte das Kopfpolster für manche Babys etwas zu eng geraten sein.

Top für Babys und Kleinkinder: Joie Signature i-Harbour Kindersitz mit i-Base Encore Basis

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Mitwachsende Babyschale: Joie i-Harbour + i-Base Encore

Der Joie i-Harbour + i-Base Encore ist ein guter Kindersitz für Kinder von 40 bis 105 Zentimeter. Dabei bietet er eine gute Sicherheit und viel Platz für das Kind. Mit Basis ist der Kindersitz aber ziemlich schwer.

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448 €

(Babywalz)

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KEIN ANGEBOT

Vorteile

Wenige Schadstoffe enthalten

360-Grad-Funktion

Einfache Handhabung

Isofix-Basis

Nachteile

Gurte etwas zu locker

Relativ schwer

Der Joie Signature i-Harbour Kindersitz mit i-Base Encore Basis überzeugt im Test mit der Gesamtnote „gut“ (2,0) in der Kategorie „Baby + Kleinkind“. Der Kindersitz schneidet bei der Schadstoffanalyse sehr gut ab und durch die 360-Grad-Funktion lässt sich die Fahrtrichtung des Kindes beliebig anpassen. Zudem sorgt der integrierte Seitenaufprallschutz bei Seitencrashs für zusätzliche Sicherheit.

Mit seinen Isofix-Haken ist der Kindersitz schnell und einfach im Auto befestigt und durch den Stützfuß äußerst stabil. Durch die "mitwachsende" Kopfstütze eignet sich der Sitz für Neugeborene und Kinder bis zu einer Größe von 105 Zentimetern.

Der Preis ist bei dem Kindersitz von Joie allerdings ziemlich sportlich und auch sein Gewicht ist zusammen mit der Isofix-Basis mit 7,4 Kilogramm ganz schön hoch. Die Anschaffung des Joie Signature i-Harbour Kindersitz mit i-Base Encore Basis macht sich somit nicht nur im Geldbeutel, sondern auch beim Tragen bemerkbar. Außerdem sind die Hosenträgergurte des Kindersitzes etwas zu locker und stützen daher vor allem kleine, schmale Kinder nicht ausreichend.

Empfehlung für Kinder bis 7 Jahre: Cybex Anoris T i-Size

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Mit Fangkörper: Cybex Anoris T i-Size

Der Cybex Anoris T i-Size ist ein guter Kindersitz sobald die Babyschale zu klein geworden ist. Durch seine in den Fangkörper eingebauten Airbags punktet er mit einer sehr guten Sicherheit.

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550 €

(Babywalz)

Günstiger Shop

KEIN ANGEBOT

Vorteile

Einfache Bedienung

Hohe Sicherheit durch eingebauten Airbag

Kaum Schadstoffe enthalten

Isofix-Haken

Nachteile

Teuer

Durch Fangkörper nicht für jedes Kind geeignet

Relativ schwer

Der Anoris T i-Size von Cybex handelt sich im Bereich „Kleinkind + Kind“ nicht grundlos sehr gute Noten ein: Mit seinen in den Fangkörper eingebauten Airbags sorgt er für eine enorm hohe Sicherheit. Das schlägt sich auch im recht sportlichen Preis nieder.

Mittels Isofix können Eltern den Kindersitz ohne große Mühe im Auto befestigen. Der Anoris T i-Size von Cybex lässt sich auch ansonsten einfach bedienen und ist problemlos an Körpergrößen von 76 bis 115 Zentimetern anpassbar. Der mitgelieferte Stützfuß sorgt für zusätzliche Stabilität.

Neben dem hohen Preis hinterlässt auch der Fangkörper gemischte Gefühle – nicht jedes Kind freut sich über ein sogenanntes „Tischchen“ vorm Bauch. Darüber hinaus wiegt der Kindersitz stattliche 11,7 kg. Wer den Sitz in unterschiedlichen Autos benutzt, kann beim Tragen ganz schön ins Schwitzen kommen.

Testsieger Kinder bis 1,50 m: Cybex Solution G i-Fix

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Für große Kinder: Cybex Solution G i-Fix

Der Kindersitz Cybex Solution G i-Fix eignet sich für Kinder mit einer Körpergröße zwischen 100 bis 150 Zentimeter. Der rundum gute Sitz kommt mit guter Sicherheit und ohne Schadstoffe daher. Einen Stützfuß besitzt er jedoch nicht.

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161 €

(Babymarkt)

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152 €

(Babypark)

Zum Preisvergleich BestCheck

Vorteile

Einfaches Anschnallen des Kindes

Gute Sicherheit bei Front- und Seitencrashs

Fast keine Schadstoffe enthalten

Sehr gute Verarbeitung

Nachteile

Keine Stützfüße

Nimmt viel Platz ein

Der Cybex Solution G i-Fix schneidet mit einer Gesamtnote „gut“ (1,7) als Testsieger unter den Sitzen für ältere Kinder bis 150 cm ab. Die Bewertungen in den Kategorien Unfallsicherheit, Handhabung und Ergonomie sind durchweg gut. Besonders bei der Schadstoffanalyse kann er punkten: Die Experten von Stiftung Warentest finden im Labor so gut wie keine bedenklichen Schadstoffe im Bezug. Außerdem gefällt er mit einer höhenverstellbaren Kopfstütze und einem soliden Preis-Leistungsverhältnis. Zudem bietet er einen Seitenaufprallschutz bei Seitencrashs. Der Kindersitz ist für Kinder mit einer Körpergröße von 100 bis 150 Zentimetern geeignet.

Der Cybex Solution G i-Fix wird im Auto per Isofix befestigt, das Kind selbst wird mit dem Autogurt angeschnallt. Wie bei so gut wie allen Kindersitzen in dieser Größe gibt es keinen Stützfuß. Mit Abmessungen von 40,5 x 59,5 x 81,0 mm Zentimetern nimmt er viel Platz im Auto ein. Außerdem ist er mit 7,4 Kilogramm vergleichsweise schwer.

Kindersitze Test: So testet Stiftung Warentest

Für diesen Beitrag hat eine Fachredakteurin die Testergebnisse der Stiftung Warentest analysiert und eingeordnet. Die Wertungen der Verbraucherschutzorganisation geben wir exakt wieder, stellen sie aber in einen anwenderorientierten Kontext für die Leserschaft. So ernennen wir neben dem Testsieger einen Preistipp und weisen auch Produkte für spezielle Anwendungsfälle aus. Zudem bereiten wir die Ergebnisse der Stiftung Warentest mit einer ausführlichen Kaufberatung auf. Die Produkte sind nicht im CHIP-Testcenter geprüft worden.

In diesem Test von Juni 2024 wurden gemeinsam mit dem ADAC, sowie anderen Mobilclubs und Verbraucherorganisationen insgesamt 24 Autokindersitze für Neugeborene, Kleinkinder und Kinder bis zu einer Körpergröße von 150 cm getestet. Unter den Testprodukten befand sich fünf ähnliches Produkt, bei denen die abweichenden Eigenschaften separat geprüft wurden. Die Untersuchungen liefen analog zum vorjährigen Kindersitz-Test 6/2023 ab, d.h. die Kindersitze wurden vorwiegend auf die Testkategorien „Unfallsicherheit“ mit einer Wertung zu 50 Prozent, „Handhabung“ (40 Prozent), „Ergonomie“ (10 Prozent) und Schadstoffe (0 Prozent) überprüft. Zu Abwertungen kam es hauptsächlich durch die Note „befriedigend“ in den Kategorien „Unfallsicherheit“ und „Handhabung“, sowie durch erhöhte Schadstoffwerte. Insgesamt konnten bei den Kindersitzen für Kleinkinder drei Modelle mit "gut" und für 150 cm große Kids acht Modelle mit der Schulnote "gut" überzeugen. Bei den Babyschalen konnten immerhin 17 Modelle ein gutes Ergebnis einholen.

Worauf Sie beim Kauf eines Kindersitzes achten sollten

Beim Kauf einer Babyschale oder eines Kindersitzes sollten Sie zuallererst auf die passende Größe achten, und darüber hinaus auf folgende Faktoren:

  • Komfort & Ergonomie
    Der Sitz sollte bequem und gut gepolstert sein. Die Polsterung sollte weich und gemütlich sein. Längere Fahrten können sonst zur Tortur werden. Auch kann ein schlecht konzipierter Sitz Haltungsschäden verursachen. Besonders sehr kleine Kinder können sich noch nicht gut mitteilen. Hier sollten Sie sich also auf Testberichte verlassen. Ältere Kinder sollten Sie auf jeden Fall Probesitzen lassen. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind die Beine bequem auflegen kann und auch sonst eine komfortable Haltung hat. Dafür sollte der Sitz nicht nur gut gepolstert sein, sondern auch genügend Platz bieten.
  • Sicherheit
    Kindersitze gewährleisten die Sicherheit des Kindes. Einige Kindersitze verfügen über spezielle Sicherheitssysteme. Beispielsweise ist an einigen Sitzen ein Seitenaufprallschutz angebracht, um das Kind optimal zu schützen.
  • Benutzerfreundlichkeit
    Ist der Kindersitz benutzerfreundlich gestaltet und einfach in der Handhabung, macht sich das im Alltag bezahlt. Schnelles Ein- und Ausbauen spielt im Alltag mit Kind oftmals eine große Rolle. Eltern wollen sich nicht lange mit der Montage herumärgern. Deshalb ist die praktische Handhabungein Kritikpunkt, auf den es bei einem Kindersitz ankommt.
  • Oberfläche
    Wo Kinder sind, wird auch mal gekleckert. Ein waschbarer und abnehmbarer Bezug ist bei Kindersitzen ein Muss.
  • Prüfzeichen:
    Am 8. April 2008 verschärfte die EU die Sicherheitsvorschriften für Kindersitze. Seither benötigen Kindersitze ein Prüfzeichen. Besonders beim Kauf älterer Kindersitze sollten Sie daher auf das orangefarbene Etikett schauen. Steht darauf das Zeichen UN ECE Reg. 129, ist der Sitz für den Gebrauch und Verkauf zugelassen. Auch die älteren Prüfzeichen ECE 44/03 oder ECE 44/04 sind weiterhin gültig.
  • Preis: Preisunterschiede bei Kindersitzen könnten größer nicht sein. Ein hoher Preis steht nicht automatisch für bessere Qualität. Das zeigen auch die Testergebnisse der Stiftung Warentest. Nur selten war der Testsieger auch das teuerste Modell aus der jeweiligen Kategorie und günstige Sitze fielen auch selten durch.

Für Autofahrten mit kostbarer Fracht: Die besten Kindersitze laut Stiftung Warentest (20)

Kinder im Auto: Diese Vorschriften gelten in Deutschland

In Deutschland müssen Kinder bis zu einem Alter von zwölf Jahren beziehungsweise einer Körpergröße von 1,50 m beim Autofahren in Kindersitzen gesichert werden. Um im Falle eines Unfalls für den größtmöglichen Schutz zu sorgen, gelten in den Zulassungsvorschriften für Kindersitze unterschiedliche Vorgaben.

  • Neugeborene sollten immer rückwärts sitzend transportiert werden: Kinder unter 15 Monaten bzw. mit einem Gewicht unter neun Kilogramm dürfen nicht in Fahrtrichtung sitzen.
  • Kinder unter sechs Jahren sollten niemals direkt mit dem Fahrzeuggurt angeschnallt werden: Kleinkinder bis zu einem Gewicht von 15 Kilogramm bzw. einer Körpergröße von 100 cm dürfen ausschließlich in integralen Kindersitzen mit sogenannten Hosenträgergurten oder Fangkörpern („Tischchen“) festgeschnallt werden.
  • Sitzmodelle ohne Rückenstütze („Sitzerhöhung“) dürfen ausschließlich für Kinder über 125 cm bzw. ab einem Alter von sechs Jahren zugelassen werden: Diese Regelung gilt seit Februar 2017. Genehmigungen, die vor diesem Datum erteilt wurden, behalten vorerst ihre Gültigkeit.

So finden Sie einen Kindersitz in der richtigen Größe

Die Wahl des richtigen Kindersitzes ist eine Wissenschaft für sich. Manche Hersteller geben für ihre Modelle die Größe des Kindes an, andere das Gewicht, wieder andere das Alter. Nicht immer kann man sich genau an diesen Angaben orientieren, schließlich gibt es schon sehr großgewachsene Kleinkinder oder auch zart gebaute Grundschüler. Es gibt also immer einen gewissen Spielraum.

Grundsätzlich orientieren sich die Hersteller an folgenden Normen:

  • Nach Gewicht: ECE-R-44-Norm
    Die ECE-R-44-Norm unterscheidet bei Kindersitzen zwischen vier verschiedenen Gruppen. Babys bis zu 10 Kilogrammfahren laut ECE-R-44-Norm am sichersten in einer Babyschale (Gruppe 0) oder einer Autowiege. Die Schale lässt sich auf dem Beifahrer- oder auf dem Rücksitz befestigen. Babyschalen sind für das erste Lebensjahrgedacht. Sie haben meist einen Tragebügel, sodass sich das Baby einfach transportieren lässt. Häufig sind Babyschalen Autositz, Babytrage undBabywippein einem. Gruppe 1 ist laut dieser Norm für Kinder mit einem Gewicht von 9 Kilogramm bis 18 Kilogramm geeignet. Kinder mit diesem Gewicht sind ungefähr 75 bis 100 Zentimeter groß und ein bis vier Jahre alt. Kinder, die 15 bis 25 Kilogramm wiegen, finden in Kindersitzen der ECE-R-44-Norm-Gruppe 2 Platz. Sitze für Kinder von sieben bis zwölf Jahren, die meist 75 bis 150 Zentimeter groß sind, fallen in die Gruppe 3.
  • Nach Körpergröße: i-Size-Norm
    Die Norm unterscheidet zwischen Kindern mit einer Größe von 40 bis zu 105 Zentimeter und Kindern mit einer Größe von 100 bis 150 Zentimeter. Sitze für 40 bis 105 Zentimeter große Kinder gibt es nach der i-Size-Norm mit ISOFIX.
  • Bezeichnung für mitwachsende Kindersitze
    Nicht selten kommt es vor, dass sich die Gruppen überschneiden. Dann handelt es sich meist um einen mitwachsenden Kindersitz. Diese Kindersitze sind in ihrer Größe verstellbar, sodass sie über mehrere Jahre nutzbar sind. Auch bei den mitwachsenden Kindersitzen werden verschiedene Gruppen unterschieden:

    Gruppe 0+:
    In diese Gruppe fallen Kinder von der Geburt bis 15 Monate mit einem Gewicht bis 13 kg und einer Größe bis 90 cm.
    Gruppe 0+/I: Sie ist für Kinder bis zu vier Jahren bis zu 18 kg und 100 cm geeignet.
    Gruppe I/II: Kinder im Alter von einem bis sieben Jahren, die 9 bis 25 kg wiegen und 72 bis 125 cm groß sind, finden in dieser Gruppe Platz.
    Gruppe I/II/III: Diese Gruppe ist für Kinder von einem bis zwölf Jahren, die zwischen 9 bis 36 kg wiegen und 75 bis 150 cm groß sind, reserviert.
    Gruppe II/III: In die letzte Gruppe fallen Kinder von 3,5 bis 12 Jahren mit einem Gewicht von 15 bis 36 kg und einer Größe von 95 bis 150 cm.

Welche Kindersitze sind für Kinder mit Behinderung geeignet?

Kinder mit Behinderungen benötigen oftmals ein System, in dem sie für eine möglichst lange Zeit gut abgestützt sind oder das Gurtschloss nicht leicht öffnen können. Diese Anforderungen werden in der Regel nur teilweise von den klassischen Modellen erfüllt, weshalb sie nur eingeschränkt zu empfehlen sind.

Zu kaufen gibt es die speziell ausgerüsteten Kindersitze unter anderem in Reha- und Sanitätsgeschäften. Verschiedene Hersteller wie Britax Römer, Maxi Cosi oder Bébé Confort bieten beispielsweise Kindersitze für Kinder mit Hüftdysplasie an.

Falls Sie sich noch nicht sicher sind, welcher Kindersitz die Ansprüche Ihres Kindes am besten erfüllt, erkundigen Sie sich am besten im Fachhandel oder bei Ihrer Kinderärztin bzw. Ihrem Kinderarzt.

Die wichtigsten Fragen zu Kindersitzen auf einen Blick

Häufige Fragen und Antworten

Bis zu welchem Alter sollten Kinder rückwärts transporiert werden?

Babys und Kleinkinder sollten mindestens bis zu einem Alter von 15 Monaten rückwärts in sogenannten Reboardern transportiert werden.

Wann ist es sinnvoll, zum nächstgrößeren Kindersitz zu wechseln?

Unterschiedliche Kindersitz-Typen geben eine Orientierung, wann es Zeit für einen Wechsel ist. In erster Linie kommt es auf die Alters- und Gewichtsklasse an. Verschiedene Kindersitzmodelle sind für verschiedene Körpergrößen und Gewichtsklassen geeignet. Als Faustregel für den Wechsel gilt: Wenn die Ohren des Kindes die Seitenpolster des Autokindersitzes erreichen, der Kopf allmählich den Rand der Kopfstütze überragt oder das Kind in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist.

Wo ist die sicherste Platzierung für einen Kindersitz?

Laut aktuellen Verkehrsstatistiken ist die Rückbank der sicherste Platz für einen Autokindersitz.

Welcher Sitz für 2-Jährige?

In der Kategorie der "nicht mitwachsenden Sitze" sind für zweijährige Kids Kindersitze der Gruppe I und bei den "mitwachsenden Sitzen" Sitze der Gruppe 0+/I zu empfehlen.

Welcher Sitz für Vierjährige?

Für Vierjährige sind in der Kategorie der "nicht mitwachsenden Sitze" Kindersitze der Gruppe II und bei den "mitwachsenden Sitzen" Sitze der Gruppe I/II geeignet.

Ab wann können Kinder auf einer Sitzerhöhung im Auto mitfahren?

Sitzerhöhungen sind relativ preisgünstig, da sie nur aus einem Sitzkissen bestehen. Im Gegensatz zu einem Kindersitz fehlt das Rückenteil und das Kind wird mit dem Autogurt gesichert. Sitzerhöhungen bietet sich vor allem für ältere Kinder an, die schon fast keinen Kindersitz mehr brauchen. Kinder, die größer als 100 cm sind und mehr als 22 kg wiegen, können die Sitzerhöhung nutzen. Meist besteht diese aus einem Styroporkissen, mit einer Höhe von etwa 10 Zentimetern. Achtung: Wählen Sie unbedingt ein Modell mit Führungshörnern, denn nur so kann die Sitzerhöhung mit dem Beckengurt gegen Wegrutschen gesichert werden.

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Name: Kieth Sipes

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Address: Suite 492 62479 Champlin Loop, South Catrice, MS 57271

Phone: +9663362133320

Job: District Sales Analyst

Hobby: Digital arts, Dance, Ghost hunting, Worldbuilding, Kayaking, Table tennis, 3D printing

Introduction: My name is Kieth Sipes, I am a zany, rich, courageous, powerful, faithful, jolly, excited person who loves writing and wants to share my knowledge and understanding with you.